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Solarverein
Rems-Murr e.V.

 

Runder Tisch Klimaschutz im Rems-Murr-Kreis des Solarvereins Rems-Murr e.V.

Die Klimapolitischen Sprecher der Kreistagsfraktionen, Dr. Astrid Fleischer, Bündnis 90/ Die Grünen, Albrecht Ulrich, Freie Wähler, Jürgen Hofer, FDP - Freie Wähler, Christoph Jäger, CDU und Klaus Riedel, SPD diskutierten im Alten Rathaus Winterbach über die konkrete Umsetzung des Kreis-Klimaschutzkonzepts. Martin Winterling vom Zeitungsverlag Waiblingen moderierte den Abend. Die Atmosphäre war geprägt durch kollegiales Miteinander, kritische Auseinandersetzung mit Zielformulierung und Erreichtem sowie aufmerksamen Zuhören aller Teilnehmer. Uwe Schelling von der Energieagentur umriss in einem Kurzvortrag die Erkenntnisse des Kreisklimaschutzkonzeptes und die hieraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen. Jennifer Höltke, die Klimaschutzbeauftragte des Rems-Murr-Kreises, konkretisierte den Weg zum Musterlandkreis, wie vom Kreistag beschlossen. Aus Basis des ermittelten CO2-Ausstoßes von 6,8 t/Einwohner in 2008 soll bis 2025 eine Reduktion auf 5,5 t erreicht werden, bis 2050 auf klimaverträgliche 2,0 t/Einwohner.

Das sei ein ambitioniertes Ziel bis hin zur Energieautarkie des Kreises, wie Dr. Astrid Fleischer, Bündnis 90-Die Grünen formulierte, “aber es geht”, wie Klaus Riedel, SPD, bekräftigte, ”€ždie Lösungen gibt es, man muss sie nur entschlossen anwenden”..

Die Möglichkeiten des Kreises seien relativ begrenzt, merkte Albrecht Ulrich an, er habe aber eine Vorbildfunktion und könne dies deutlich machen mit einem starken ÖPNV, Photovoltaik-Anlagen und mit Windenergie. Jürgen Hofer sieht im Klimaschutz eine Daueraufgabe, so dass der Kreis gezwungen ist, am Ball zu bleiben. Auf die nächste Frage des Moderators nach den Grenzen, die dem Kreis gesetzt sind, fügt Hofer an: Ebenso wichtig sei es, für Akzeptanz bei den Bürgern zu sorgen. Ulrich dazu: Man müsse realistisch bleiben, denn der Kreis habe auch noch andere Aufgaben. Trotz angespannter Haushaltslage dürfe aber das Ziel des Energieautarken Landkreises nicht aufgegeben werden, so Fleischer. Riedel sieht dagegen die Grenzen noch nicht, denn es sei nicht der Kreis allein, der hier handeln muss. Das Klimaschutzkonzept allein könne keine Wunder bewirken, so Jäger. Der Kreis finanziere sich über die Kreisumlage und die fehle den Kommunen. Auch diese hätten einen Nachholbedarf.

In der anschließenden Diskussion kamen Vertreter der Bürgerenergiegenossenschaften und lokaler Agenden, Vertreter der Stadtwerke und des Mittelstandes im Kreis zu Wort. Hier zeigte sich, dass die Aufgaben des Kreistags, seine Beschlüsse und konkreten Projekte einer besseren Kommunikation bedürfen.

Es kristallisierten sich einige wichtige Handlungsfelder heraus: Die Förderung von Verhaltensänderungen der Bürgerschaft, Werbung für Akzeptanz in den Kommunen und die Veröffentlichung der Entscheidungskriterien bei den Naturschutzbehörden. Die Kreistagsvertreter zeigten sich aufgeschlossen für konkrete Vorschläge und Förderprojekte aus den Reihen unserer Initiativen. Albrecht Ulrich, gastgebender Bürgermeister aus Winterbach, dem wir für Raum, Ambiente und köstliche Bewirtung nochmals danken, hat eine Wiederholung angeboten. Christoph Jäger, Bürgermeister in Großerlach, hat Ebensolches offeriert - schließlich sei in seiner Gemeinde das erste Bioenergiedorf im Kreis. Deshalb unsere konkreten Wünsche:

  • Fortsetzung des Dialogs
  • Transfer eines ”Lohas”€, eines Lebensstils, der von Gesundheitsvorsorge und ”Prinzipien”€: der von Nachhaltigkeit geprägt ist, insbesondere in jüngere Bevölkerungsschichten.
  • Öffentliche Diskussion zum Thema: ”Klimaschutz und Umweltschutz - Widerspruch und/oder gemeinsame Zielsetzung?”

Zum Abschluss der Veranstaltung überreichte der Vorstand des Solarvereins einen Scheck über 5.000 € an die Energieagentur des Rems-Murr-Kreises, als Förderbeitrag für das Projekt KliK, Klimafreundlich-Konkret im Alltag CO2 einsparen. Dieser Betrag entspricht den jährlichen Gesamteinnahmen des Solarvereins aus Mitgliedsbeiträgen. Auch der Kreis fördert dieses Projekt mit jährlich 10.000 €/Jahr im Rahmen des verabschiedeten 10-Punkte-Programms. Den Ausklang nahm der gelungene Abend bei sonnengereiften Remstal-Weinen am Büfett, anregenden Gesprächen und Lust auf mehr!

Herzlichen Dank!

Bilder: soweit nicht anderweilig gekennzeichnet: © Solarverein-Rems-Murrr

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