Gemeinsam aktiv für 100 % Erneuerbare Energien

Logo Solar2
Themenabend; Energiewende gestalten
Quer 2

© 2008 - 2016
Solarverein
Rems-Murr e.V.

Themenabend: „Energiewende gestalten - Daten, Fakten, Hintergründe

 

27. Januar 2017: ein thematischer Gesprächsabend des SPD-Ortsvereins Aspach-Kirchberg in Kooperation mit dem Solarverein Rems-Murr in die Gemeindehalle Großaspach

"Keine andere Herausforderung bedroht uns und die nächste Generation mehr"

In den letzten Monaten seiner Amtszeit forderte  Barack Obama die striktesten Klimaschutzregeln, die es in den USA je gegeben hat (in seiner Rede im Weißen Haus 2015).

 

IMG_1815 kl

Bild: Jobst Kraus (u.a. Vorstandssprechewr der Ökumenischen Energiegenossenschaft Baden-Württemberg e.G.) mit MdB Christian Lange (parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminiszer der Justiz und für Verbraucherschutz)

Dr Rüdiger Haude – bis Oktober 2016 Öffentlichkeitsreferent des Solarenergie-Fördervereins, zitierte den ehemaligen amerikanischen Präsidenten in seinem Referat „Energiewende gestalten –Daten, Fakten, Hintergründe“ am Freitagabend in der Gemeindehalle in  Großaspach.  Haude war der Einladung des SPD-Ortsvereins Aspach-Kirchberg gefolgt, die zu einer Kooperationsveranstaltung mit dem Solarverein Rems-Murr eingeladen hatte.

Achim Beule, Vorsitzender der SPD-Ortsgruppe und Hanne Barth, Vorsitzende des Solarvereins begrüßten die Genossen der SPD, Solarier, Freunde und Interessierten der Energiewende.
Sie begrüßten ebenso Christian Lange, den Bundestagsabgeordneten unserer Region, der der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und des Verbraucherschutz ist.
Um Ihm einige Botschaften für seine Genossen und nach Berlin mitzugeben, war er eingeladen an der Podiumsdiskussion teilzunehmen.  Dr. Haude wollte dem Bundesabgordneten „etwas Feuer im Ofen machen“. Denn die Begrenzheit der Rohstoffe, die Abhängigkeit bzw. Unabhängigkeit von strategischen Importen, die Gesundheits- und Umweltpolitik mache die 100% Energiewende zwingend erforderlich. In seinem Referat zeigte Haude auf, dass die Klimakatastrophen an Häufigkeit und Heftigkeit zu nehmen. Die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur zeigt eine stetiges Ansteigen und der Anstieg sei auch steiler. Aufzeichnungen von 1860-2016 zeigen diese Tendenzen. Gleiches  gilt auch für den CO2-Gehalt. In den Aufzeichnungen der letzten 56  Jahre wird dies belegt. „Es ist fünf vor zwölf in der Klimapolitik“, so wurde Obama zitiert. Die Kosten der  Klimakatastrophen sind immens. Beispielsweise richtete der Taifun „Haiya“ 2013 auf den Philippinen  einen Schaden von 10.5 Milliarden US-Dollar an und forderte über 6.000 Opfer.

Dürren und Klimakatastrophen führen auch zu Landfluchten, Bürgerkriegen und Flüchtlingskrisen. In Syrien, wie auch in vielen afrikanischen Staaten, wie Sudan Somalia, Nigeria. Ferner breiten sich Terrororganisationen aus. Landwirtschaftliche nutzbare Flächen werden zerstört, wie beispielsweise der Obstgarten in Kalifornien. Das arktische Eisschild schmilzt und führt zu einem Meeresspiegelanstieg von 5m, was viele Landschaften  und Städte, wie auch Hamburg bedroht.

Extremwetterereignisse häufen sich auch bei uns und führen zu immensen Schäden und Todesopfern. Diese sind ebenso auf den Klimawandel zurückzuführen.

Haude geht ebenso der Frage nach, was die Weltgemeinschaft tut und Donald Trump mit seinem Statement „The concept of the global warming was created by and for the Chinese in order to make US-manufacturing non- competitive…” ist erschreckend.

Deutschland wird ein Vorbildcharakter bezüglich der Energiewende unterstellt, jedoch sieht Haude die Realität in Deutschland ganz anders. Um die gesetzten Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen müsste wesentlich mehr getan werden. Selbst die Zielvorgaben beim Ausbau der Photovoltaik von 2,5 GW pro Jahr werden verfehlt. Derzeit weniger als 1,5 GW/a, notwendig wären 15 GW/a.
Er stellte neun notwendige Maßnahmen vor und diese gab er als Wunschpaket dem Bundestagsabgeordneten mit. Neben Christian Lange und Rüdiger Haude vertat Hanne Barth die Meinung des Solarvereins auf dem Podium.  Moderiert wurde der Abend von Jobst Kraus, der souverän, fachmännisch und geschickt die Gespräche lenkte. Zu Wort kamen ebenso die Vertreter der Energiegenossenschaften aus der Region. Reinhard Knüdeler der Energiegemeinschaft Weissacher Tal übergab Christian Lange seine Forderungen gleich schriftlich. Die drei für die Energiewende-kämpfenden Diskutanten zweifeln den jetzigen Pfad der Bundregierung an und sprachen die Hindernisse an. „Die EEG-Umlagen“ seien völlig kontraproduktiv, unterstrich Knüdeler die Statements.  Er musste Lange auch berichtigen, der meinte, 30% der Bruttostromerzeugung in Deutschland erreicht, im Rems-Murr-Kreis sei der Anteil immer noch bei traurigen 5-10%.

Der Ausbau der Windenergie, die laut Haude den Löwenanteil übernehmen muss, würde im Kreis komplett blockiert.

Christian Lange versprach, er werde der Sache mit der Flugsicherung nochmal nachgehen, „er sei ja Jurist und wir wollen die Windkraft“. Er appellierte aber auch, dass die Energiewende nicht mit Horrorszenarien, sondern mit Positivem beworben werden sollte. Autonome Fahrzeuge, die Chancen des neuen EEGs zu nutzen auch für Mieter. Jobst Krauss sprach ebenso von einer attraktiven postfossilen Zukunft und Dr. Haude forderte die CO2-Abgabe einzuführen. CO2 braucht einen festen Preis. Hanne Barth wünscht sich eine neue Energiepolitik im Neuen Jahr. Der Wunsch nach einer ökologisch-sozialen Wende soll in weiteren Veranstaltungen im Laufe des Jahres bei der SPD Ortsgruppe Aspach-Kirchberg und auch den Veranstaltungen des Solarvereins Rems-Murr weitergeführt werden.
 

Bilder: soweit nicht anderweilig gekennzeichnet: © Solarverein-Rems-Murrr

[Ziele] [Verein] [Energietreff] [10.03.2017] [27.01.2017] [2015 - 2016] [2013 - 2014] [Aktuelles] [Rückblick] [Partner] [Linkliste] [Archiv] [Kontakt] [Impressum]