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Energietreff 16. September 2016
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Solarverein
Rems-Murr e.V.

 Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Beim Energietreff am 16. September 2016 war Jürgen Menzel, Geschäftsführer der Energieagentur Rems-Murr gGmbH eingeladen. Seit 1. April hat er die Nachfolge von Uwe Schelling angetreten und ist sehr motiviert im Rems-Murr-Kreis energetisch zum Wohle des Klimaschutzes weitere Maßnahmen, Programme und Aktionen voranzubringen.
Angefangen vom Konsum im 18. Jahrhundert bis zu dem vereinbarten 2-Grad-Ziel erläuterte er in seinem Vortrag wie es früher aussah und wie wir dem erklärten Ziel näher kommen können.

Da reichen sicher nicht nur kleine Maßnahmen, da sind auch größere Anstrengungen möglich und das Streben der Energieagentur ist, die Kommunen und auch Bürger in ihren Bemühungen zu unterstützen. Bürger sollen weiterhin Energieberatungen erhalten und Förderprogramme, wie zum Beispiel für Pumpentausche, sollen weiter ausgebaut werden.

 

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Jürgen Menzel, Geschäftsführer der Energieagentur Rems-Murr gGmbH

Im Bereich der Sanierungen gab es in den letzten Jahren gewissermaßen einen Sanierungsstau und aufgrund der niedrigen Heizölpreise fehlte der Druck zur Sanierung. Jedoch wurden die gesetzlichen Standards stetig fortgeschrieben und finden sich in der EnEV 2016 und den Gebäudeenergieausweisen wieder.

Jürgen Menzel zeigte am Beispiel der Gemeinde Ebersbach an der Fils auf, dass sich ein größerer Einstieg durchaus rechnen kann. Wenn Gelder in die Hand genommen werden und mit Fördergeldern aufgestockt werden können, rechnet sich die Sanierung beispielsweise der Gebäudehülle, nicht nur im CO2-Verbrauch, sondern auch bei den finanziellen Einsparungen in den Jahren danach.

Mit kleineren Maßnahmen beginnend, könnten Kommunen zum Beispiel auch das LED-Klassenzimmer ausprobieren. Bei einer Investition von max. 1.000 €, können sich schnell 400-500 € im Jahr einsparen lassen. 31 Gemeinden werden im Rems-Murr-Kreis von der Energieagentur betreut und können in einem „Pilotheizungskeller“ mit dem Einbau von Hocheffizienzpumpen Geld einsparen. Angeboten werden auch Kommunale Energiemanagement-Programme für die Gemeinden.  Hier konnte die Gemeinde Weinstadt bereits einiges an Energie und Heiz- sowie Stromkosten einsparen.

Neue Broschüren gibt es für die Bürger des Rems-Murr-Kreises zu den Themen: Stromspar-, Heizungsanlagen-, Gebäudehüllen- und der Solarcheck (Liefert die Solaranlage noch die gewünschte Leistung?).

 

Im zweiten Teil wurde es dann richtig konkret. Das Solarvereinsmitglied Klaus Dürk, stellte seine 12 Volt-Tankstelle mit einem Design „unter Denkmalschutz“ nach der Vorlage einer romanischer Turmstube vor.

Der Bankkaufmann - also nicht Ingenieur - zeigte sein hervorragendes Handyladegerät oder Notbeleuchtungsgerät. Ein kleines PV-Modul, 2 mal 12 Volt-Kfz-Steckdosen, 12 Volt-Beleuchtung, USB-Adapter (5V, 1 Ampère) für Smartphone oder Handy, 4 Ampère-Sicherung (48 Watt), ein Akku mit 12 Ah und ein Regler mit Tiefentladungsschutz und dann eine liebevoll gestalte Konstruktion. Die stellt er auf die Fensterbank, das Modul ist drehgelagert und kann daher der Sonne nachgeführt werden. Selbstverständlich ist auch der Neigungswinkel des Moduls verstellbar.

Solche Modelle, einen Alukoffer mit Modul, Akku und USB-Anschluss, gibt es auch fix und fertig zu kaufen, zum Beispiel bei Care-Energy.

 

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Klaus Dürk mit seiner 12 Volt-Tankstelle

Aber Klaus Dürk ist nicht nur im Rechnen bewandert („Selbstgebaut kostet es etwa die Hälfte.“), sondern auch technisch und so zeigte er noch das klitzekleine Notlicht: Eine scheinbar leere Knopfzelle und eine Leuchtdiode und der Gang durch die dunkle Wohnung ist völlig ungefährlich.

 

Bilder: soweit nicht anderweilig gekennzeichnet: © Solarverein-Rems-Murrr

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