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Was kostet die Energiewende und wer bezahlt sie?
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Solarverein
Rems-Murr e.V.

Diskussionsabend „Was kostet die Energiewende und wer bezahlt sie“ ? Maßnahmen mit großer Wirkung

Bürgerhaus Waiblingen, 14.11.2016

Niemand zweifelte an diesem Abend an der Notwendigkeit und Alternativlosigkeit der Energiewende.

Seit Fukushima stelle keiner mehr die Energiewende offen in Frage. Es gibt aber viel Kritik und massive Stimmungsmache an der Energiewende und es werde dauernd versucht, sie zu behindern. Dr. Nina Scheer hat deshalb gegen das neue EEG-Gesetz gestimmt und hält Obergrenzen der EE für völlig falsch. Bei einer Ressourcenverknappung würde es noch weniger Frieden auf der Welt geben und Energie sei für den normalen Menschen nicht mehr bezahlbar.

 

Was kostet die EW 2

von links: TAZ-Autor Malte Kreutzfeldt, Jörg Jasper (ENBW), Moderator Rolf Gaßmann (Mieterverein BW), MdB Dr. Nina Scheer (und Esther Chrischilles Institut der deutschen Wirtschaft, Köln - nicht im Bild)

Der seit 2005 fast verdoppelte Strompreis sei nach Kreuzfeldt nur zu einem geringeren Teil der Energiewende anzulasten und die EEG-Umlage wäre nur halb so hoch, wenn die energieintensiven Betriebe nicht von dieser Umlage befreit wären und der sehr niedrige Börsenstrompreis diese weiter nach oben treiben würde. Eine angemessene CO2-Abgabe würde den sehr umwelt- und gesundheitsschädlichen Kohlestrom rasch aus dem Wettbewerb drängen und der Kohle-Atom-Strom würde nicht mehr die Netze verstopfen.

Bei den EE sind laut Jasper (ENBW) schon ungeheure Kostensenkungen erreicht und der Strommarkt sei effizient und sehr flexibel und könne große Mengen EE aufnehmen. Die 24 Milliarden EE-Kosten pro Jahr zahle überwiegend der kleine Stromverbraucher, das sei unsozial. Das sind neben Kosten für verbrauchte Energie schon bisher geleistete Entwicklungskosten für die EE, die nun auf mehr Schultern gepackt werden sollten. Die jetzt schon vorhandenen Überschüsse der EE müssten in die Sektoren Wärme und Verkehr geleitet werden statt sie abzuregeln, da die Energiewende vor allem ein Stromwende sei. Die EE-Technologien zusammen mit der Massenproduktion werden dann viel billiger. Ein neues Wind- oder Solarkraftwerk sei heute betriebswirtschaftlich gleich oder sogar billiger als ein neues Kohlekraftwerk. Keiner wolle ein Atom- oder Kohle-Kraftwerk haben, dann könne man aber auch nicht jeden Windradstandort in Frage stellen.

Eine Veranstaltung des Solarvereins Rems-Murr  in Kooperation  mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Energiegenossenschaft Plüderhausen und der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg.

 

Bilder: soweit nicht anderweilig gekennzeichnet: © Solarverein-Rems-Murrr

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