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Optimierung von Heizanlagen
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Optimierung von Heizanlagen - Erkennung von Schwachstellen, wirksame Maßnahmen zur Optimierung, Beachtenswertes beim Austausch und Fördermöglichkeiten

Am 10. März berichtete Dr. Schefenacker, Energieberater aus Schwaikheim in der Energieagentur Waiblingen:

Die wenigsten Heizanlagen sind optimal eingestellt und brauchen deshalb mehr Heizenergie als nötig. Durch die Heizchecks der Verbraucherzentrale können die Schwachpunkte einer Heizanlage erkannt werden. Dabei werden über 24 Stunden detaillierte Messungen durchgeführt und ausgewertet.

Erste Aussage gibt der Brennwertcheck, bei dem der Energieverbrauch, die Kondensatmenge und der Temperaturverlauf über 24h festgestellt werden: Je mehr Kondensat je kWh Heizenergie anfällt, desto besser ist der Brennwert der Heizanlage.

 

2017-03-10-Dr-Schefenacker

Über den Temperaturverlauf wird erfasst. Die Anlage kann in der Startphase nicht optimal arbeiten und somit ist ein häufig ein- und ausschalten des Brenners ungünstig. Häufigstee Ursache dafür sind: ein fehlender hydraulischer Abgleich, zu hohe Pumpenleistung, hydraulische Weichen oder falsch eingestellte Überströmventile, Einrohrsysteme ohne Strangregulierventile, zu geringe Nachtabsenkung.
 

Durch einen korrekt durchgeführten hydraulischen Abgleich kann eine Energieeinsparung von 5 bis 10% erreicht werden. Hierzu soll die Heizlasten der einzelnen Räume möglichst genau berechnet werden. Die Berechnungsergebnisse für den hydraulischen Abgleich liefern die korrekte Einstellung der Heizkurve. Die Heizkurve ist bei den meisten Heizanlagen auf Werkseinstellung (entspricht unsaniertem Altbau) belassen und ist damit nicht dem Gebäudezustand angepasst.

Häufig ist auch der Temperaturverlauf der Trinkwasserspeicherung anzupassen, vor allem, wenn sich die hohen Nachladetemperaturen direkt auf die Heizkörpertemperaturen auswirken.

Der Austausch einer alten Pumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe amortisiert sich insbesondere bei Heizkreispumpen in wenigen Jahren. Sehr oft sind auch die Armaturen und Speicheranschlüsse nicht gedämmt.

Zur Optimierung bestehender Heizanlagen gibt es interessante Fördermöglichkeiten:

KfW-Förderung für Erneuerung der Heizanlage in der Regel für die gesamte Maßnahme (z.B. Entsorgung Öltanks, Erneuerung Boden und Wände)
einen für einen weiten Umfang von Maßnahmen (z.B. hydraulischer Abgleich, Pumpen, neue Heizflächen)

BAFA-Programmen und Steuerermäßigung von Handwerkerleistungen

  • KfW-Programm  430 : 15% Zuschuss
  • - KfW-Programm  152 : Kredit  0,75% Zins, 7,5% Tilgungszuschuss
  • - KfW-Programm  431 : Baubegleitung 50% der Beratungskosten

BAFA-Förderung für Pumpentausch, hydraulischen Abgleich und Regeleinrichtungen

  • Zuschuss 30% vom Nettobetrag

BAFA Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) für Heizanlagen auf Basis erneuerbarer Energien

Es besteht ein Kumulierungsverbot von KfW-Förderung und BAFA-Programmen

BERATUNGSANGEBOTE

  • Telefonisch kostenfrei über bundesweite Hotline: 0800 – 809 802 400
  • Online kostenfrei über www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Beratungen vor Ort

  • in der Wohnung (Basis-Check 10 Euro)
  • im Eigenheim (Gebäude-Check 20 Euro)
  • im Heizungskeller (Brennwert-Check 40 Euro)
  • bei kniffeligen Spezialfällen (Detail-Checks für 45 Euro)

Unterlagen zum Vortrag als PDF-Datei

Bilder: soweit nicht anderweilig gekennzeichnet: © Solarverein-Rems-Murrr

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